NUMEN/FOR USE

Das 1998 gegründete Kollektiv For Use besteht aus Christoph Katzler, Sven Jonke und Nikola Radeljkovic. Das Team operiert von Wien und Zagreb aus und verwirklicht zahlreiche Entwürfe gemeinsam mit renommierten Firmen der Möbelindustrie.

Unter dem Label Numen werden seit 1999 Projekte in den Bereichen Innenarchitektur, Stadtraumgestaltung, Ausstellungsdesign, experimentelles Design sowie Bühnenbild realisiert. Seit 2008 liegt ein Schwerpunkt auf Entwicklung und Umsetzung begehbarer Installationen wie z. B. Tape, Tuft, String, Net oder Tube, die u.a. im Palais de Tokyo in Paris, der Schirn Kunsthalle Frankfurt oder dem Federation Square in Melbourne ausgestellt wurden und für große internationale Aufmerksamkeit sorgten.

 

Auf den Olympus Perspective Playgrounds zeig(t)en NUMEN die Installation:

Köln 2016: „Tube Cologne“

Tube ist ein neues Installationskonzept. Es besteht aus genähten Sicherheitsnetzen, die die Form eines geschlossenen Schlauches annehmen, der im Längsprofil pulsiert und oszilliert. Das Objekt hängt an zahlreichen Seilen aus Synthetikmaterial von den umgebenden Flächen herab und wird dadurch zu einem riesigen zuckenden Tausendfüßler.

Diese verteilte Stützstruktur ermöglicht eine gleichmäßige Kraftverteilung. Dadurch wirkt die Konstruktion weich und völlig transparent, während sie in die architektonische Leere übergeht und der Person im Innern das Gefühl gibt, frei im Raum zu schweben. Die orthogonale Gestaltung des Gastraumes wird durch unregelmäßige Diagonale und durch schiefe Perspektiven unterbrochen, die durch den Zickzackverlauf des Schlauches entstehen.

Der „kriechende“ Mensch im Innern erlebt die architektonische Umgebung aus unerwarteten, surrealen Winkeln, während er sich durch die Maschenarterien bewegt, die den Körper tragen. Gleichzeitig kann das Auge fliegen und erkunden, woraus sich eine merkwürdige Verschmelzung aus Vogel und Wurm ergibt.

Durch die unregelmäßige Geometrie, die durch die unterschiedliche Anordnung der Halteleinen bestimmt ist, wird Tube zum perfekten Parasiten, der sich universell an neue Umgebungen und Räume anpassen kann.

München 2015: „Tape Munich“ 

Berlin 2014: „Net Berlin“

Die analog-interaktive Installation „NET Berlin“ verfolgt einen spielerischen Ansatz: NET besteht aus mehreren Lagen flexibler Netze, die im Raum aufgespannt und miteinander verbunden sind und so eine schwebende Landschaft bilden. Das Ergebnis ist eine soziale Skulptur, ein Spielplatz innerhalb des Photography Playground.

Das NET-Konzept war bereits in Russland und Belgien zu sehen. Es wird immer unter Berücksichtigung des jeweiligen Ortes und der räumlichen Gegebenheiten kreiert. Auch die Installation NET Berlin nimmt Bezug auf die spezifischen Besonderheiten der Location, scheint in die Umgebung hineinzuwachsen und öffnet sich dabei den Besuchern: Sie können NET Berlin betreten, erkunden, darin entspannen oder sich eigene, neue Perspektiven erschließen. Dabei verändert sich je nach Standort die räumliche Wahrnehmung und macht Bereiche für die Besucher erfahrbar, die sich unter normalen Umständen außerhalb ihrer Reich- und Sichtweite befinden.

Portrait © Christoph Katzler

Installation © diephotodesigner.de